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Lernen Sie Ihr Ultraschallgerät kennen!

Beim Unterrichten der Echokardiographie wurde festgestellt, dass Auszubildende oft die gleichen Fehler machen. In diesem und dem kommenden Blogbeitrag geben wir Ihnen kleine Tipps und Tricks, um Ihre Fähigkeiten zu verbessern. Befolgen Sie diese Schritte und Ihre Bildgebungsfähigkeiten werden sich erheblich verbessern. In diesem Beitrag möchten wir uns auf „Wie man die Scannereinstellungen anpasst“ während der Bildgebung konzentrieren.

Die wichtigste Determinante der Bildqualität ist die technische Kompetenz des Untersuchers; dennoch kann vieles verbessert werden, wenn Sie die richtigen Einstellungen wählen. Moderne Ultraschallgeräte bieten viele Funktionen und Möglichkeiten, das Bild zu optimieren. Einige sind wirklich wichtig, während andere von geringer Bedeutung sind. Eigentlich verwenden wir nur eine Handvoll der Tasten. Dennoch müssen Sie wissen, welche Knöpfe wichtig sind und wie sie sich auf die Bildqualität auswirken. Deshalb die Regel: Nehmen Sie sich Zeit, um Ihr Ultraschallgerät kennen zu lernen und bleiben Sie mit den Anwendungsspezialisten in Kontakt! Dies wird nicht nur Ihre bildgebenden Fähigkeiten verbessern, sondern auch die Untersuchung beschleunigen.

Beginnen wir also mit ein paar Grundregeln:

  • Optimieren Sie die Einstellungen: Es mag attraktiv erscheinen, den Gain (Bildhelligkeit) herunterzudrehen, damit die Hohlräume des Herzens vollständig schwarz aussehen. Aber bedenken Sie, dass Sie wichtige Signale mit niedriger Intensität verlieren! Versuchen Sie, irgendwo im mittleren Bereich zu bleiben.
  • Wählen Sie die richtige Tiefe: so können Sie die Strukturen, die Sie eigentlich interessieren, abbilden. Wenn Sie die Tiefe erhöhen, gehen Bildrate und Auflösung nach unten.
  • Halten Sie die Sektorbreite so klein wie möglich: Wie bei der Tiefe wird die zunehmende Sektorbreite die Bildrate und die Auflösung gefährden. Entscheiden Sie, was Sie abbilden möchten, und passen Sie Ihren Sektor entsprechend an.
  • Halten Sie den Farbbereich so klein wie möglich: Warum? Nun, ganz einfach, weil die Verringerung der interessierenden Region (ROI) wird erheblich Ihre Farbauflösung und Bildrate verbessern.
  • Wählen Sie die richtige Bildfrequenz: Die meisten Ultraschallsonden erlauben die Verwendung mehrerer Bildfrequenzen. Verwenden Sie hohe Frequenzen für schlanke Patienten und niedrigere Frequenzen für Patienten, die fettleibig sind! Denken Sie daran: Penetration und Auflösung sind Funktionen der Bildfrequenz!
  • Reduzieren Sie die 2D-Verstärkung, wenn Sie den Farbdoppler verwenden: Dies verbessert die Farbanzeige!
  • Spielen Sie mit der Pulse Repetition Frequency (PRF): Das PRF definiert die Aliasing-Geschwindigkeit (Grenze) der Farbanzeige. Wenn Sie die PRF reduzieren, ist das Gerät empfindlicher für einen niedrigen Geschwindigkeitsfluss (z. B. systemischer Venenfluss, pulmonaler Venenstrom, ASD-Jets). Bleiben Sie jedoch bei der ursprünglichen PRF-Einstellung, wenn Sie Hochgeschwindigkeitsjets (z. B. „regurgitation jets“) bewerten. Die Größe eines Jets hängt von der PRF-Einstellung ab. Wenn der PRF niedrig ist, sehen Jets größer aus, als wenn der PRF hoch ist! Die PRF-Einstellung beeinflusst also stark die visuelle Quantifizierung von Jets.

Wie Sie sehen, beziehen sich viele der Funktionen stark auf die physikalischen Prinzipien des Ultraschalls. Wir empfehlen dringend, diese Grundprinzipien zu lernen. Auf unserer E-Learning-Plattform haben wir diesem Thema ein ziemlich großes Kapitel gewidmet. Im nächsten Beitrag werden wir uns darauf konzentrieren, wie die Patientenatmung verwendet werden kann, um Ihr Bild zu optimieren.

Ihr ROWAMED Team