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Ob krampfartige Bauchschmerzen, anhaltender Durchfall oder ständiges Grummeln im Bauch: Sonografie ist bei der Abklärung von Magen-Darm-Beschwerden oft das Mittel der Wahl. Das strahlungsfreie Verfahren zur Bildgebung hilft dabei, Veränderungen an Organen im Bauchraum sichtbar zu machen und dient der Diagnostik von Entzündungen. Erfahren Sie mehr über die Anwendungsgebiete und die Funktion von Ultraschall am Abdomen bei Magen-Darm-Erkrankungen.

Sonografie macht die Bauchorgane sichtbar

Bei Beschwerden im Bauchraum mit ungeklärter Ursache ist Sonografie ein schnelles und schmerzloses Standard-Untersuchungsverfahren. Durch Ultraschall am Abdomen kann der Arzt Größe und Form von Organen beurteilen, Entzündungsherde ausfindig machen und Flüssigkeitsansammlungen, Tumore oder Zysten erkennen. Der Verlauf bereits bestehender Krankheiten ist in Echtzeit nachvollziehbar. Neben Magen und Darm sind im Ultraschall auch folgende Organe und Strukturen erkennbar:

  • Leber
  • Bauchspeicheldrüse
  • Nieren
  • Gallen- und Harnblase
  • Prostata bzw. Gebärmutter und Eierstöcke

Weiterführende Informationen zur Untersuchung der Bauchorgane erhalten Sie in unserem Artikel „Ultraschall am Abdomen“.

Abklärung von Entzündungen und Bauchschmerzen per Ultraschall möglich

Sonografie spielt bei der Diagnose von Blinddarmentzündungen eine besonders große Rolle. Dank der hohen Genauigkeit der Ultraschallbilder können eindeutigere Diagnosen getroffen werden, die unnötige operative Eingriffe verhindern. Vor der flächendeckenden Einführung von Untersuchungen durch Ultraschall am Abdomen wurden noch nahezu 40% der Patienten operiert, obwohl der Blinddarm gar nicht entzündet war.

Für die Untersuchung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen wie Morbus Crohn kann die Sonografie erste Anzeichen liefern. Der Ultraschall stellt krankhafte Wandverdickungen überaus exakt dar. Auch bei der Suche nach chronisch entzündlichen Aussackungen der Darmwand, s. g. Divertikeln, ersetzt der Ultraschall strahlenbelastende Röntgenuntersuchungen.

Weitere Untersuchungsmethoden ergeben sich durch den Einsatz von Endoskopen, an deren Enden sich Ultraschallsonden befinden. Mit ihrer Hilfe können tief liegende Wandschichten der Speiseröhre, des Magens und des Darms untersucht und Tumore oder Schleimhautentzündungen untersucht werden. Mehr Informationen hierzu erhalten Sie in unserem Artikel über „Endosonografie“. Durch den Einsatz eines Farbdopplers ist es hingegen möglich, den Blutfluss im Bauchraum grafisch darzustellen und so eventuelle Gefäßverschlüsse zu beurteilen.

Ultraschall am Abdomen – Untersuchungsablauf

Der Untersuchung durch Ultraschall des Abdomens bei Magen-Darm-Beschwerden gehen eine ausführliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung voraus. Dabei tastet der Arzt den Bauch des Patienten ab und überprüft die Darmgeräusche mithilfe eines Stethoskops. Bei der Untersuchung mit einem Ultraschallgerät liegt der Patient zumeist in Rückenlage und entspannt auf einer Liege.

Der Arzt trägt auf die zu untersuchende Region des Bauches ein spezielles Gel auf, auf das er die Ultraschallsonde aufsetzt und mit ihr über den Bauch fährt. Das Gel verbessert die Bildgebung des Ultraschallgeräts, weil sich so keine störende Luft zwischen der Ultraschallsonde und dem zu untersuchenden Gewebe befindet. Die Ultraschallsonde sendet Schallwellen aus, die vom Gewebe unterschiedlich stark reflektiert werden. Die so entstehenden Echos fängt die Ultraschallsonde wieder auf und das Ultraschallgerät wandelt sie in ein Bild um, das der Arzt am Monitor begutachtet.

Nach der Untersuchung wischt der Arzt das Gel wieder vom Bauch des Patienten ab. Mit den Ultraschallbildern als Grundlage kann er weitere geeignete Maßnahmen zur Diagnose einleiten wie bspw. Stuhluntersuchungen, Röntgen, Endoskopien oder Kernspintomografien.

Eine Untersuchung durch Ultraschall ist weitgehend risikofrei

Bei der Untersuchung durch Ultraschall am Abdomen müssen Sie keinerlei Risiken befürchten. Das Verfahren ist im Gegensatz zum Röntgen strahlungs- und außerdem schmerzfrei. Lediglich beim Einsatz von Kontrastmitteln kann es zu Nebenwirkungen wie Hautjucken, Husten oder Übelkeit kommen.