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Kammerdimensionen messen

Die Kammerdimensionen stellen Schlüsselparameter der meisten echokardiographischen Untersuchungen dar. Zum Beispiel hängt die linksventrikuläre Größe, gemessen als ihr Innendurchmesser, stark mit Herzinsuffizienz, ventrikulären Tachyarrhythrnien und der Gesamtmortalität zusammen. Die ventrikulären Dimensionen werden mit einem elektronischen Messschieber (engl. caliper) gemessen, wobei die Spitzen an
der Grenzfläche zwischen dem verdichteten Myokard und dem nicht verdichteten Myokard (d.h. Trabekel) positioniert sind. Das verdichtete Myokard ist die feste, kompakte Wand. In Bezug auf die Messung
ventrikulärer Dimensionen werden Trabekel und Papillarmuskeln daher als Teil der linken Ventrikelhöhle angesehen.
Andere Dimensionen – einschließlich Dimensionen der Vorhöfe, Mitralannulus, Aortenannulus usw. – werden an der Blut-Gewebe-Grenzschicht (Innenkante zu Innenkante) gemessen. Die Blut-Gewebe-Grenzschicht kann auch zur Messung der ventrikulären Dimension verv,1endet werden, wenn die Schnittstelle zwischen verdichtetem und nicht verdichtetem Myokard nicht erkennbar ist.

Scanning-Manöver

Der Schallkopf muss kontinuierlich justiert werden, um die bestmögliche Bildqualität zu erhalten. Die Bildoptimierung erfordert Erfahrung, Geduld und korrekte Geräteeinstellungen. Technische Aspekte der Optimierung der Bildqualität wurden bereits diskutiert (siehe Optimierung des Ultraschallbildes). Darüber hinaus können eine Reihe von Schallkopfbewegungen durchgeführt werden, um die Region von Interesse
zu fokussieren und das Bild zu optimieren. Diese Manöver sind kippen, drehen, verschieben, wippen und angulieren.

Kippen: Der Schallkopf behält die gleiche Achsenausrichtung zum Herzen bei, bewegt sich aber in eine andere Bildebene.

Drehen: Der Schallkopf bleibt in einer stationären Position, während die Seitenmarkierung in eine neue Position gebracht wird.

Verschieben: Der Schallkopf bewegt sich über die Haut des Patienten zu einer neuen Position.

Wippen: Innerhalb der gleichen Abbildungsebene ändert der Schallkopf seine Ausrichtungentweder in Richtung der Seitenmarkierung oder von ihr weg.

Angulieren: Der Schallkopf wird an der gleichen Stelle auf der Brust gehalten. Der Schallstrahl wird so gerichtet, dass er eine neue Struktur zeigt.

Der Ultraschallkopf hat eine Seiten-Markierung, die je nach verwendeter echokardiographischer Schnittebene unterschiedlich ausgerichtet ist. Eine entsprechende Markierung wird im Ultraschallbild gezeigt. Diese Markierung erleichtert die Orientierung. Jede Struktur, die sich rechts von der Markierung befindet, wird auf der rechten Seite der entsprechenden Markierung im Ultraschallbild angezeigt. In gleicher Weise werden Strukturen, die sich auf der linken Seite der Markierung befinden, auf der linken Seite der Markierung im Ultraschallbild dargestellt.